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Die Wahre Islamische Moral
von HARUN YAHYA
Es gibt Menschen, die behaupten, sich ihrer Religion entsprechend
zu verhalten, während sie jedoch ihre Religion missverstehen oder
falsch ausüben. Aus diesem Grund bekommt man eine falsche Vorstellung
von der Religion, wenn man diese Menschen zum Vorbild nimmt. Der
beste Weg, den Islam zu verstehen, ist durch seine heilige Quelle.
Die heilige Quelle des Islams ist der Quran; Das Modell der Moral
im Quran ist ganz verschieden von den Vorstellungen, die sich einige
Menschen im Westens davon gebildet haben. Der Quran basiert auf
den Begriffen der Tugendhaftigkeit, der Liebe, des Mitleids, der
Gnade, der Bescheidenheit, der Opferbereitschaft, der Toleranz und
des Friedens, und ein Muslim, der tatsächlich diesen moralischen
Geboten entsprechend lebt, ist in hohem Grade kultiviert, nachdenklich,
tolerant, vertrauenswürdig und angenehm im Umgang. Denen, die sich
in seiner Gesellschaft befinden, erweist er Liebe und Respekt, und
gibt ihnen Seelenfrieden und Lebensfreude.
Der Islam ist eine Religion des Friedens und Wohlseins
Das Wort "Islam" bedeutet auf Arabisch "Frieden".
Der Islam ist eine Religion, die herabgesandt wurde, um der Menschheit
ein Leben in Ruhe und Frieden anzubieten, in dem sich die ewige
Gnade und das Mitleid Allahs manifestieren. Allah lädt alle Menschen
ein, die moralischen Unterweisungen des Quran als Modell anzunehmen,
um dadurch Gnade, Mitleid, Toleranz und Frieden auf der Welt zu
verbreiten. Im 208. Vers der Sure al-Baqara wird die folgende Weisung
gegeben:
Ihr, die den Glauben verinnerlicht habt! Tretet in die Ergebenheit
ganzheitlich ein und folgt nicht den Fußstapfen des Satans! Gewiss,
er ist für euch ein offenkundiger Feind.
Wie wir in diesem Vers sehen, werden die Menschen Wohlsein und
Glück erfahren, indem sie den moralischen Unterweisungen des Quran
entsprechend leben.
Allah verflucht das Unheil
Allah hat der Menschlichkeit befohlen, das Übel zu meiden; Er hat
Unmoral, Rebellion, Grausamkeit, Aggressivität, Mord und Blutvergießen
verboten. Diejenigen, die diesem Gebot Allahs nicht nachkommen,
folgen damit in den Fußstapfen des Satans, wie Er im Vers oben verkündet
hat, und nehmen damit eine Haltung ein, die Allah eindeutig für
ungesetzlich erklärt hat. Von den vielen Versen, die sich auf dieses
Thema beziehen, hier nur zwei als Beispiel:
Diejenigen aber, welche ihre Verpflichtungen gegenüber Allah
brechen, nachdem sie sie eingegangen waren, und zerreißen, was Allah
zu verbinden geheißen hat, und Unheil auf Erden stiften - sie erwartet
Zurückweisung und eine üble Wohnstatt. (Sure ar-Ra'd: 25)
Und suche mit dem, was dir Allah gegeben hat, die künftige Wohnung,
ohne deinen Anteil an dieser Welt zu vergessen. Und tu Gutes, so
wie Allah dir Gutes tat, und stifte kein Verderben auf Erden; siehe,
Allah liebt nicht die, welche Unheil stiften! (Sure al-Qasas: 77)
Wie wir erkennen können, hat Allah jede Art boshafter Taten in
der Religion des Islams einschließlich des Terrorismus und der Gewalttätigkeit
verboten und diejenigen verurteilt, die solche Taten ausführen.
Ein Muslim verleiht der Welt Schönheit und arbeitet an ihrer Verbesserung.
Der Islam verteidigt Toleranz und Redefreiheit
Der Islam ist eine Religion, welche die Freiheit des Lebens, der
Ideen und der Gedanken fördert. Sie hat Streitigkeiten und Konflikte
unter Menschen, die Verleumdung, Misstrauen und negativen Gedanken
gegenüber anderen, untersagt.
Der Islam hat nicht nur Terror und Gewalttätigkeit, sondern selbst
den geringfügigsten Zwang gegen andere Menschen bei der Unterbreitung
von Ideen verboten.
Kein Zwang im Glauben! Klar ist nunmehr das Rechte vom Irrtum
unterschieden. Wer die falschen Götter verwirft und an Allah glaubt,
der hielt sich bereits am sichersten Griff, bei dem es kein Abreißen
gibt. Und Allah ist allhörend, allwissend. (Sure al-Baqara: 256)
So ermahne! Siehe, du bist nur ein Ermahner. Du hast keine Macht
über sie. (Sure Ghadschiya: 21- 22)
Irgendjemanden zu zwingen, an eine Religion zu glauben, ist gegen
den Geist und das Wesen des Islam(s). Denn es ist notwendig, dass
der Glaube aus freiem Willen und Gewissen angenommen wird. Selbstverständlich
können Muslime einen anderen dazu drängen, die moralischen Gebote,
die im Quran gelehrt werden, einzuhalten, aber sie wenden dabei
nie Zwang an.
Lassen Sie uns ein vollständig entgegengesetztes Modell der Gesellschaft
vorstellen. Zum Beispiel, eine Welt, in der die Menschen durch Gesetze
gezwungen werden, gemäß den Bestimmungen der Religion zu leben.
Solch ein Modell der Gesellschaft ist dem Islam vollkommen konträr,
weil der Glaube und die Anbetung nur dann Wert haben, wenn sie
Allah gegenüber erwiesen werden. Wenn es ein System geben würde,
das die Menschen zum Glauben und Anbeten zwingt, würden die Menschen
nur aus Furcht vor dem System fromm sein. Es vom Standpunkt der
Religion her annehmbar, dass die Religion in einer Umgebung gelebt
wird, in der Freiheit und die Befolgung des eigenen Gewissens erlaubt
werden, und dass sie nur für die Zustimmung Allahs gelebt wird.
Allah hat die Tötung unschuldiger Menschen verboten
Nach dem Quran ist es eine der größten Sünden, einen Mensch zu
töten, der keine Schuld hat:
... wer einen Menschen tötet - nicht als Vergeltung für einen
getöteten Menschen und nicht wegen Anrichten von Verderben auf Erden
-, es so sei, als hätte er alle Menschen getötet, und wer ihm das
Leben erhält, es so sei, als ob er der ganzen Menschheit das Leben
erhalten hätte. Und gewiss, bereits kamen zu ihnen doch Unsere Gesandten
mit den deutlichen Zeichen, dann sind viele von ihnen danach auf
Erden gewiss des Maßes Überschreitende! (Sure al-Maida: 32)
Und diejenigen, welche neben Allah keinen anderen Gott anrufen
und niemanden töten, wo Allah doch zu töten verboten hat, außer
nach Gesetz und Recht; und die keine Unzucht begehen: Und wer dieses
tut, findet die Vergeltung. (Sure al-Furqan: 68)
Wie wir in den obigen Versen erkennen können, werden diejenigen,
die unschuldige Menschen ohne eine Ursache ermorden, mit einer drastischen
Strafe bedroht. Allah hat offenbart, dass eine Person zu töten eine
ebenso große Sünde ist, wie alle Menschheit zu töten. Niemand, der
die Vorrechte Allahs respektierte, würde einem einzigen Mensch Schaden
zufügen. Diejenigen, die glauben, dass sie Gerechtigkeit und Bestrafung
in dieser Welt entgehen werden, werden nie der Rechenschaft entgehen
können, das sie in Anwesenheit Allahs am Jüngsten Tag ablegen müssen.
Deshalb achten die Gläubigen, die wissen, dass sie nach ihrem Tode
Allah gegenüber Rechenschaft ablegen müssen, die Gebote Allahs.
Allah befiehlt den Gläubigen, mitleidsvoll und barmherzig
zu sein
In diesem Vers wird die islamische Moral erklärt:
Dann war er von denjenigen, die den Glauben verinnerlichten und
einander zur Geduld ermahnten und einander zur Barmherzigkeit ermahnten.
Diese sind die Weggenossen der Rechten. (Sure al-Balad: 17-18)
Wie wir in diesem Vers erkennen, ist eins der wichtigsten moralischen
Gebote, die Allah seinen Dienern herabgesandt hat, "einander
zur Geduld und zur Barmherzigkeit ermahnen", damit sie
Rettung und Gnade empfangen und das Paradies erlangen.
Der Islam, wie er im Quran beschrieben wird, ist eine moderne,
aufgeklärte und progressive Religion. Ein Muslim ist vor allem eine
Person des Friedens; er ist tolerant, von demokratischem Geist,
kultiviert, aufgeklärt, ehrlich, kenntnisreich in Kunst und Wissenschaft
und zivilisiert.
Ein Muslim, der im erhabenen Sinne der moralischen Lehren des Quran
erzogen wird, nähert sich jedem mit Liebe, die der Islam erwartet.
Er zeigt Respekt für jede Idee und legt großen Wert auf Kunst und
Ästhetik. Er ist unter allen Umständen versöhnlich gestimmt. Gesellschaften,
die aus derartigen Individuen bestehen, haben eine höhere Zivilisation,
ein höheres Niveau sozialer Moral erreicht, in ihnen herrscht mehr
Freude, Glück, Gerechtigkeit, Sicherheit und Segen als heute in
den modernsten Staaten der Welt.
Allah hat die Toleranz und Nachsicht befohlen
Der 199. Vers der Sure al-A'raf, der mit den Worten "übe Nachsicht"
überschrieben ist, drückt die Begriffe der Nachsicht und Toleranz
aus, die zu den Grundprinzipien der Religion des Islams gehören.
Wenn wir die islamische Geschichte betrachten, können wir klar
erkennen, wie Muslime dieses wichtige Gebot der moralischen Unterweisung
des Quran in ihrem sozialen Leben beachten. An jedem Abschnitt ihres
Fortschrittes schafften Muslime ungesetzliche Übung ab und schufen
eine freie und tolerante Umgebung. In den Bereichen Religion, Sprache
und Kultur machten sie es den Menschen möglich, unter dem gleichen
Dach in Freiheit und Frieden zu leben. Damit bieten sie denen, die
von ihnen abhängen, die Vorteile des Wissens, der Fülle und einer
gesellschaftlichen und sozialen Position. Einer der wichtigsten
Gründe für das Bestehen und die Stärkung des großen und ausgedehnten
Osmanischen Reiches über viele Jahrhunderte war seine Lebensart
von Toleranz und Verständnis, deren Wurzeln im Islam liegen.
Über Jahrhunderte haben Muslime sich durch ihre Toleranz und ihr
Mitleid ausgezeichnet. In jeder Periode sind sie die gerechtesten
und barmherzigsten Menschen gewesen. Alle ethnischen Gruppen innerhalb
dieser multinationalen Gemeinschaft übten frei ihre Religion aus,
und genossen den Vorteil ihrer eigenen Kulturen entsprechend zu
leben und ihren Gott auf ihre eigene Weise anzubeten.
Tatsächlich kann die besondere Toleranz der Muslime, die wie im
Quran befohlen geübt wird, der ganzen Welt allein Frieden und Wohl
bringen. Der Quran weist auf diese besondere Art der Toleranz hin:
Das Gute und das Böse sind fürwahr nicht gleich. Wehre (das Böse)
mit Besserem ab, und schon wird der, zwischen dem und dir Feindschaft
war, dir wie ein echter Freund werden. (Sure Fussilat: 34)
Zusammenfassung
All dies zeigt, dass die moralische Lehre, die der Menschheit vom
Islam geboten wird, der Welt Frieden, Glück und Gerechtigkeit bringen
wird. Der Barbarismus, der in der Welt heute unter dem Namen "islamischer
Terrorismus" verübt wird, widerspricht vollständig der moralischen
Lehre des Quran; er ist das Werk von unwissenden, intoleranten Menschen,
von Verbrechern, die mit der Religion nichts zu tun haben. Die Lösung
gegen diese Individuen und Gruppen, die ihre grausamen Taten unter
dem Deckmantel des Islams begehen, ist die Unterweisung der Menschen
in der wahren moralischen Lehre des Islam(s).
Die Religion des Islam(s) und die moralische Lehre des Quran sind
ganz gewiss keine Verfechter des Terrorismus und der Terroristen,
sondern ein Mittel, mit dem die Welt vom Geißel des Terrorismus
befreit werden kann.
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