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EINLEITUNG
Als Muslime verurteilen wir nachdrücklich den Terroristenangriff
auf die zwei Großstädte der Vereinigten Staaten am 11. September
2001, der Tod und Verletzung Tausender unschuldiger Menschen
verursachte, und sprechen der amerikanischen Nation unser
Beileid aus. Diese Angriffe rückten die sehr wichtige Frage
nach der tatsächlichen Quelle des Terrorismus an die Spitze
der Tagesordnung des Weltgeschehens. Auf diese Weise wurde
der gesamten Welt bekannt gemacht, dass der Islam eine Religion
des Friedens und der Toleranz ist, die die Menschen zum Mitleid
und Gerechtigkeit aufruft. Viele prominente Persönlichkeiten
der Weltpolitik, führende Medienorganisationen, Fernsehen-
und Radiostationen erklärten, dass der wahre Islam die Gewalttätigkeit
verbietet, und den Frieden zwischen den Menschen und Nationen
erstrebt. Informierte Kreise der westlichen Welt, die ein
gutes Verständnis der Religion des Islams erwarben und den
Islam kennen, wie Allah ihn im Quran befohlen hat, haben klar
erkannt, dass die Begriffe "Islam" und "Terror" nicht nebeneinander
bestehen können und dass keine göttlich offenbarte Religion
Gewalttätigkeit erlaubt.
Sicherlich gebietet Allah Gerechtigkeit
und vorzügliches Handeln und Gaben an Nahestehende,
und Er verbietet Sittenlosigkeit und verpönte Handlungen
und Unrecht. Er ermahnt euch, um euch zum Nachsinnen
anzuregen. (Sure 16:90 - an-Nahl)
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Dieses Buch besteht darauf, dass die Quelle des Terrors,
den wir verurteilen, unmöglich einer göttlichen Religion entspringt,
und dass es im Islam keinen Platz für Terrorismus gibt. Dies
wird eindeutig im Quran, der Hauptquelle des Islams, klar
gestellt, sowie in den Traditionen aller muslimischen Herrscher,
mit dem Propheten Muhammad an erster Stelle. Im Licht von
Zitaten aus dem Quran, und unterstützt durch geschichtliche
Beispiele stellt dieses Buch die Tatsache heraus, dass der
Islam den Terrorismus verbietet und auf die Errichtung von
Frieden und Sicherheit in der Welt ausgerichtet ist.
Es ist allgemein bekannt, dass seit Jahrhunderten verschiedene
Terrorakte in den verschiedensten Teilen der Welt von den
unterschiedlichsten Gruppen mit einer Vielfalt von Motivationen
durchgeführt wurden. Manchmal ist es eine kommunistische Organisation,
manchmal eine faschistische Gruppe und manchmal sind es radikale
und separatistische Splittergruppen, die Verantwortung für
solche Anschläge übernehmen. Während Länder wie Amerika häufig
das Ziel der Angriffe von rassistischen - und Randgruppenterroristen
wurden, standen die europäischen Länder im Angriffsfeld von
Gewalttaten, die von terroristischen Organisationen durchgeführt
wurden. 17. November in Griechenland, RAF und Neonazis in
Deutschland, ETA in Spanien, IRA in Britannien, Rote Brigaden
in Italien und viele andere Organisationen versuchen, sich
durch Terror und Gewalttätigkeit Gehör zu verschaffen, indem
sie unschuldige und wehrlose Menschen ermorden. Die Natur
des Terrorismus hat sich, mit der sich wandelnden Weltsituation
geändert und seine Auswirkungen und Ausmaße steigern sich
mit den neuen Mitteln, welche die fortschreitende Technologie
ermöglicht. Insbesondere erweitern die Kommunikationsmittel,
wie das Internet, den Operations- und Einflussbereich für
die Aktivitäten der Terroristen beträchtlich.
Außer den westlichen Organisationen gibt es auch andere Terroristenorganisationen,
die aus dem Mittleren Osten stammen. Diese Gruppen verüben
Ihre Anschläge in allen Teilen der Welt. Dass die Täter solcher
Gewaltakte christliche, islamische oder jüdische Namen haben,
veranlasst einige von ihnen, Behauptungen aufzustellen, die
nicht mit den entsprechenden göttlichen Offenbarungen in Einklang
stehen. Die Wahrheit ist, dass, selbst wenn die Terroristen
muslimische Namen haben, der Terror, den sie verüben, nicht
als "islamischer Terror" bezeichnet werden kann, genauso wenig
wie er "jüdischer Terror" oder "christlicher Terror" genannt
werden könnte, wenn die Täter Juden oder Christen wären. Dem
ist so, weil es absolut nicht akzeptabel ist, unschuldige
Leute im Namen der Religion zu ermorden, wie in den folgenden
Seiten eingehend untersucht werden wird. Wir müssen uns bewusst
sein, dass unter denen, die in Washington oder New York getötet
wurden, Menschen waren, die den Propheten Jesus (Christen),
den Propheten Moses (Juden) und den Propheten Muhammad (Muslime)
liebten. Unschuldige Menschen zu töten ist eine große Sünde,
die, es sei denn, dass Gottes Vergebung eingreift, eine qualvolle
Strafe in der Hölle nach sich zieht. Niemand, der gläubig
ist und Gottesfurcht hat, würde solch eine Tat begehen.
 
Wenn man nach dem Ursprung eines
Terroraktes sucht, muss man nach seiner Quelle in den
antireligiösen Ideologien suchen. Religion gebietet
Liebe, Mitgefühl, Nachsicht, Friedfertigkeit und eine
Lebensführung entsprechend hoher moralischer Normen.
Terrorismus dagegen vertritt die Seite der Grausamkeit
und Gewalttätig-keit, begeht Mord und Blutvergießen
und verursacht Leid.
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Die Aggressoren, die solche Gewalttätigkeit begehen, können
dies nur mit dem Vorsatz tun, die Religion selbst anzugreifen.
Es ist durchaus möglich, dass diejenigen, die diese Gewalttätigkeit
verübten, es taten, um die Religion in den Augen der Menschen
als Übel erscheinen zu lassen, um die Menschen der Religion
völlig zu entfremden und Hass und Reaktion gegen fromme Menschen
zu verursachen. Infolgedessen ist jeder Anschlag, der eine
"religiöse" Fassade hat, während er sich gegen amerikanische
Bürger oder andere unschuldige Menschen richtet, wirklich
ein Angriff, der gegen die Religion verübt wird.
Religion
gebietet Liebe, Gnade und Frieden. Dem gegenüber ist Terror
das Gegenteil der Religion; er ist grausam, gnadenlos und
es verlangt Blutvergießen und Elend. Folglich sollte der Ursprung
einer terroristischen Handlung eher im Unglauben, als in der
Religion gesucht werden. Menschen mit faschistischer, kommunistischer,
rassistischer oder materialistischer Lebensauffassung sollten
als mögliche Täter vermutet werden. Der Name oder die Identität
dessen, der den Schuss oder die Explosion auslöst ist nicht
wichtig. Wenn er, ohne mit der Wimper zu zucken, unschuldige
Menschen ermorden kann, dann ist er ein Ungläubiger, nicht
ein Gläubiger. Er ist ein Mörder, der keine Gottesfurcht hat
und dem es hauptsächlich darum geht, Blut zu vergießen und
Schaden anzurichten. Aus diesem Grund ist "islamischer Terror"
ein durchaus falsches Konzept, das der Botschaft des Islams
widerspricht. Die Religion Islam kann Terrorismus auf keinen
Fall tolerieren. Ganz im Gegenteil, Terror (d.h. Mord von
unschuldigen Menschen) gilt als eine große Sünde im Islam,
und Muslime sind dafür verantwortlich, solche Taten zu verhindern
und der Welt Frieden und Gerechtigkeit zu bringen.
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