|
DAS WAHRE GESICHT DERER, DIE IM
NAMEN DER RELIGION TERRORAKTE BEGEHEN
All die vorhergehenden Beispiele und Zitate zeigen, dass die Organisation
von Terroranschlägen gegen unschuldige Menschen in völligem Gegensatz
zum Islam steht, und es daher unwahrscheinlich ist, dass irgendein
Muslim solch ein Verbrechen begeht. Ganz im Gegenteil; die Muslime
haben die Pflicht, diese Menschen davon abzuhalten - 'Unheil aus
der Welt' zu schaffen - und der Menschheit überall auf der Welt
Frieden und Sicherheit zu bringen.
Es kann keine Rede von 'christlichem Terror', 'jüdischem Terror'
oder 'islamischem Terror' sein. In der Tat, eine hintergründige
Untersuchung der Täter solcher Handlungen bringt zutage, dass der
in Frage stehende Terrorismus nicht ein religiöses, sondern ein
soziales Phänomen ist.
Die Kreuzfahrer: Barbaren, die ihre eigene Religion
mit Füssen getreten haben
Die wahre Botschaft einer Religion oder Glaubensrichtung kann manchmal
von ihren eigenen Anhängern verzerrt werden. Die Kreuzfahrer, deren
Zeiten eine dunkle Epoche der christlichen Geschichte darstellen,
sind ein gutes Beispiel dieser Art von Verzerrung.
Die Kreuzfahrer waren europäische Christen, die gegen Ende des
11. Jahrhunderts begannen, eine Reihe von militärischen Expeditionen
zu unternehmen, um das Heilige Land (Palästina und umgebende Gebiete)
von den Muslimen zurückzuerobern. Sie begannen ihre Unternehmung
mit einem sogenannten religiösen Ziel, doch dabei verwüsteten sie
jedes Stück Land das sie betraten, und verbreiteten allerorts Angst
und Schrecken. Entlang ihres Wegs führten sie Massenhinrichtungen
der Zivilbevölkerung durch und plünderten viele Dörfer und Städte.
Ihre Eroberung von Jerusalem, wo Muslime, Juden und Christen unter
islamischem Regime im Frieden zusammenlebten, wurde die Szene des
unermesslichen Blutvergießens. Gnadenlos töteten sie alle Muslime
und Juden in der Stadt.
In den Worten eines Historikers: 'Sie mordeten
alle Araber und Türken, die sie fanden..., ob Mann oder Frau.' 17
Einer der Kreuzfahrer, Raymond von Aguiles prahlte mit dieser Gewalttätigkeit:
Wundervolle Ansichten waren zu sehen. Einige
unserer Männer (und das war eher barmherzig) enthaupteten ihre Feinde,
andere schossen sie mit Pfeilen, so dass sie von den Türmen stürzten,
andere quälten sie länger, indem sie sie in die Flammen warfen.
Haufen von abgeschnittenen Köpfen, Händen und Füßen waren auf den
Straßen der Stadt zu sehen. Man musste sich seinen Weg über Leichen
und Pferdekadaver suchen. Doch dies war Geringes im Vergleich damit,
was sich im Tempel von Salomon zutrug, wo üblich religiöse Litaneien
vorgetragen wurden ... Im Tempel von Salomon und im Tempelhof ritten
Männer bis zu ihren Knien und Pferdezügeln in Blut. 18
In zwei Tagen metzelte die Armee der Kreuzfahrer
etwa 40.000 Muslime in der oben beschriebenen barbarischen Weise
nieder. 19

Unter muslimischer Herrschaft hatten Muslime, Juden und Christen
in Frieden in Jerusalem zusammengelebt. Als die Kreuzfahrer
es einnahmen (wie oben abgebildet), ergingen sie sich in einem
schrecklichen Gemetzel. In ihren weiteren Vormärschen fuhren
sie fort, viele Städte zu plündern und große Teile der Zivilbevölkerung
zu morden. |
Die Barbarei der Kreuzfahrer war so maßlos, dass sie während des
4. Kreuzzuges selbst Konstantinopel (das heutige Istanbul, das damals
eine christliche Stadt war) plünderten und goldenes Gerät aus den
Kirchen stahlen.
Zweifelsohne, war all diese Barbarei völlig entgegen der christlichen
Doktrin. Das Christentum ist, in den Worten der Bibel, eine 'Botschaft
der Liebe'. Im Matthäus-Evangelium wird berichtet, dass Jesus seinen
Nachfolgern gebot: 'Liebt eure Feinde und betet für die, die euch
verfolgen' (Matthäus 5:44). Im Lukas-Evangelium wird berichtet,
dass Jesus sagte: 'Wenn dir jemand eine Ohrfeige gibt, biete ihm
die andere Wange ebenfalls dar.' (Lukas 6:29). Nirgendwo im Neuen
Testament gibt es einen Hinweis auf Billigung von Gewalttätigkeit;
unschuldige Menschen zu töten ist daher unvorstellbar. Die Idee
des 'Mordes Unschuldiger' ist wohl in der Bibel vorhanden; jedoch
nur in der grausamen Verordnung des jüdischen Königs Herodes, alle
männlichen Säuglinge zu töten, als er nach dem Leben des neugeborenen
Jesus trachtete.
Wenn das Christentum eine Religion ist, die auf Liebe basiert und
für Gewalttätigkeit keinen Platz hat, wie konnten die christlichen
Kreuzfahrer die schrecklichsten Gewaltverbrechen der Geschichte
begehen? Der Hauptgrund dafür ist, dass die Kreuzfahrer hauptsächlich
aus ignoranten Menschen bestanden, die besser als 'Pöbel' definiert
werden könnten. Diese Massen, die fast nichts über ihre Religion
wussten, die wahrscheinlich zeitlebens nie die Bibel gelesen oder
selbst nur gesehen hatten und die größtenteils keine Ahnung von
den moralischen Werten der Bibel hatten, wurden unter der Propaganda
der Parolen der 'Kreuzfahrer', welche diese Brutalitäten als den
'Willen Gottes' darstellten, in diese Barbarei verleitet.
Es ist erwähnenswert, dass die östliche Kirche,
z.B. die Leute von Byzanz, die in dieser Periode von den westlichen
Christen kulturell weit entfernt waren, menschliche Werte in weit
größerem Maß aufrechterhielten. Sowohl vor, als auch nach den Eroberungen
der Kreuzfahrer, waren die orthodoxen Christen in der Lage, mit
den Muslimen zusammenzuleben. Terry Johns, ein BBC-Kommentator,
erklärte, dass 'zivilisiertes Leben mit dem Rückzug der Kreuzfahrer
aus dem Mittleren Osten erneut begann und die Mitglieder der drei
monotheistischen Religionen zur friedlichen Koexistenz zurückkehrten'.20
Am
12 September 1204 marschierten die Kreuzfah-rer in Istanbul
ein, das derzeit unter christlicher Herrschaft war. In ihrer
Plünderung der Stadt gingen sie soweit, das Gold aus den Kirchen
zu rauben. |
Das Beispiel der Kreuzfahrer weist auf ein allgemeines Phänomen
hin: Je mehr ignorant, intellektuell unterentwickelt und unzivilisiert
die Anhänger einer Ideologie sind, desto eher neigen sie zu Gewalttätigkeit.
Dies gilt auch für Ideologien, die nichts mit Religion zu tun haben.
Alle kommunistischen Bewegungen auf der ganzen Welt neigen zu Gewalttätigkeit.
Khmer Rouge in Kambodscha war die barbarischste und blutrünstigste
davon, und ebenso waren ihre Anhänger auch die ignorantesten.
Ebenso wie ignorante Anhänger einer Anschauung, die Gewalt akzeptiert,
bis zum Punkt des Wahnsinns folgen können, können sie auch Gewalttätigkeit
mit einer Anschauung, die Gewalt ablehnt (bzw. Religion) verwechseln.
Die islamische Welt kennt auch solche Fälle.
Der 'Beduinen-Charakter' im Quran
Zur Zeit des Propheten Muhammad existierten zwei grundsätzliche
Sozialstrukturen in Arabien. Die Stadtbewohner und die Beduinen
(Wüstenaraber). In den arabischen Städten herrschte eine hoch entwickelte
Zivilisation vor. Handelsbeziehungen verbanden die Städte mit der
äußeren Welt, was zur Kultivierung 'guter Sitten' unter den, in
den Städten lebenden Arabern beitrug. Sie hatten verfeinerte ästhetische
Werte und genossen Literatur und insbesondere Dichtung. Die Wüstenaraber,
auf der anderen Seite, waren Nomadenstämme, die in der Wüste lebten
und eine sehr elementare Kultur hatten. Unbewusst und fern der Künste
und der Literatur, hatte sich bei ihnen ein ungehobelter Charakter
herausgebildet.
Der Islam wurde inmitten der Einwohner von Mekka, der wichtigsten
Stadt der Halbinsel, offenbart und entfaltete sich anfänglich dort.
Während sich der Islam dann weiter über die Halbinsel verbreitete,
nahmen ihn alle Stämme in Arabien an. Unter diesen waren auch die
Beduinenstämmen, doch sie waren in gewisser Hinsicht etwas problematisch:
Ihr schwacher intellektueller und kultureller Hintergrund erschwerte
einigen von ihnen das Verständnis der Tiefe und des noblen Geists
des Islams. Dies wurde im folgenden Vers von Allah erwähnt:
Und die Beduinen verharren am hartnäckigsten in
Unglauben und Heuchelei. Und sie sind es am ehesten, die die Grenzen,
welche Allah Seinem Gesandten offenbart hat, nicht kennen, doch
Allah ist allwissend und weise. (Sure 9:97 - at-Tauba)
 
Zur Zeit des Propheten Muhammad waren die Beduinen nomadische
Wüstenstämme. Aufgrund ihrer rauhen Lebensbedingungen hatte
sich bei ihnen ein unbeugsamer und harter Charakter herausgebildet.
|
Die Beduinen, das heißt, Mitglieder der nomadischen Gesellschaftsgruppen,
die 'hartnäckig in Unglauben und Heuchelei verharrten' und in ihrer
Unwissenheit dazu neigten, Allahs Gebote außer Acht zu lassen, wurden
zu Lebzeiten des Propheten ein integrierter Teil der islamischen
Welt. In den späteren Epochen jedoch wurden sie zu einer Quelle
der Probleme für die islamische Gesellschaft. Die Sekte der 'Charidschiten',
die unter den Beduinen auftauchte, war ein Beispiel. Das prominenteste
Merkmal dieser verirrten Sekte (ihre Anhänger wurden 'Charidschiten'
genannt, was soviel wie 'Austreter' heißt, weil sie in ihren Praktiken
weitgehend von den Sunniten, die die überwiegende Mehrheit der Muslime
darstellten, abwichen), war ihre ungebärdete, fanatische Natur.
Die 'Charidschiten', die kein Verständnis für das Wesen des Islams
oder die Tugenden und Werte des Qurans hatten, bekriegten alle anderen
Muslime und rechtfertigten diesen Kampf mit einigen quranischen
Versen, von denen sie eine verzerrte Auslegung machten. Außerdem
führten sie 'Terrorakte' durch. Ali, der einer der engsten Vertrauten
des Propheten war und von ihm als das 'Tor der Stadt des Wissens'
beschrieben wurde, wurde durch einen Charidschiten ermordet.
In einer späteren Epoche traten die 'Haschischin' (Attentäter)
auf, eine weitere brutale Organisation. Es handelte sich hierbei
um eine terroristische Organisation, die sich aus ignoranten und
fanatischen Militanten zusammensetzte und die sich, mangels eines
gründlichen Verständnisses des Wesens des Islams, leicht durch billige
Parolen und Versprechen beeinflussen ließen.
Geradeso, wie die Kreuzfahrer das Christentum verzerrten und als
eine Lehre der Brutalität missdeuteten, legten einige pervertierte
Gruppen, die in der islamische Welt auftauchten, den Islam falsch
aus und ergingen sich in Brutalitäten. Was diesen religiösen Sekten
und den Kreuzfahrern gemeinsam war, war ihr 'Beduinencharakter'.
Das heißt, sie waren ignorant, unverfeinert und unzivilisiert, und
es mangelte ihnen am wahren Verständnis ihrer Religion. Die Brutalitäten,
die sie begingen, waren eher die Folge dieses Unverständnisses,
als der Lehren der Religion, die sie zu verfechten behaupteten.
|
Ein Terrorist kennt kein Mitgefühl - Sein
einziger Zweck ist zu zerstören
 
Der Begründer des russischen Anarchismus Michael Bakunin
und sein Jünger Nechajev definieren den idealen Terroristen
folgendermaßen:
Sein (das des Revolutionärs) gesamtes Lebenswerk - nicht
nur in Worten, sondern auch in der Tat - ist im Kriegszustand
mit der vorhandenen Gesellschaftsordnung und mit der gesamten
sogenannten zivilisierten Welt, ihren Gesetzen, ihrer Moral,
ihren Bräuchen; er ist all dem ein kompromissloser Gegner...
Er kennt nur eine Wissenschaft, die Wissenschaft der Zerstörung.
(Zeitungsartikel in The Alarm: Bakunin's 'Ground-Work for
the Social Revolution' [Vorarbeit zur gesellschaftlichen Revolution]
26. Dez. 1885, S. 8 )
Wie aus diesen Worten Bakunins und Nechajevs verständlich
ist, sind Terroristen Leute, die ihre Beziehungen zu jeglichen
materiellen und geistigen Institutionen abbrechen indem sie
alle moralischen Werte ablehnen, da sie diese Institutionen
als ein Hindernis in der Verwirklichung ihrer Pläne betrachten.
Bakunin erklärt weiter: 'Tag und Nacht sei er (der Revolutionär)
im Einsatz, hege nur einen Gedanken, ein Ziel: die gnadenlose
Zerstörung; während er kaltblütig, ohne zu ruhen dieses Ziel
verfolgt, muss er selbst bereit sein jederzeit zu sterben
und ebenso bereit sein, jeden der seine Ziele zu vereiteln
sucht, eigenhändig zu töten.' In seinem 'Ground-Work for the
Social Revolution' [Vorarbeit zur gesellschaftlichen Revolution]
ist eine Beschreibung dessen gegeben, welch eine Person ein
Terrorist sein muss:

Michael Bakunin |
Unnachsichtig wie er gegen sich selbst ist, muss er auch
gegen andere sein. Jegliche schwachen Gefühle gegenüber Verwandtschaft,
Freundschaft, Liebe und Dankbarkeit müssen durch die einzige
kalte Leidenschaft für das Werk der Revolution unterdrückt
werden.
Diese Worte bringen das dunkle Gesicht des Terrorismus an
den Tag und zeigen, dass er der Religion des Islams, die sich
auf Frieden, Toleranz und Liebe gründet, total entgegengesetzt
ist. Im folgenden Vers offenbart Gott, dass Friede die wahre
Rettung der Menschheit ist, und dass das Gegenteil zu verfolgen
- d.h. Krieg und Konflikt - bedeutet, in den Fußstapfen des
Teufels zu wandeln.
O ihr, die ihr glaubt! Tretet allesamt in
den Zustand der Befriedung (Islam) ein und folgt nicht den
Fußstapfen des Satans; zweifellos ist er euch ein offenbarer
Feind. (Sure 2:208 - al-Baqara)
|
Die Massenpsychologie des Terrorismus
Ein weiteres wichtiges Charakteristikum der Terroristen ist, dass
sie in einer Kollektivgesinnung arbeiten. In dieser Gesinnung werden
individuelle Regungen und persönliche Neigungen verworfen, da jeder
auf das eine gemeinsame Ziel hin abgerichtet ist. Diejenigen, die
in diesem Kollektivgeist handeln, mögen Dinge tun, die sie nie tun
würden, wenn sie voll bei Sinnen wären, und ignorieren ihren eigenen
Willen und ihr Gewissen. In vielen Ländern der Welt lassen sich
Terroristengruppen, die sich aus einer handvoll törichter und ungebildeter
Leute zusammensetzen, von der emotionalen Hysterie von Massenveranstaltungen
und propagandistischen Parolen aufpeitschen, und werden, ohne sich
bewusst zu sein, was sie tun und warum sie es tun, in Gewalttaten
gegen die Öffentlichkeit verwickelt. Im Handumdrehen können solche
Leute zu Mördern oder selbst Terroristen werden, die in der Lage
sind, unmenschliche Grausamkeiten zu begehen. Ein Mensch mag ruhig
und zurückgehalten wirken, wenn er alleine ist, doch wenn er Mitglied
einer Terroristengruppe wird, ist er fähig, Brandstiftungen und
Attentate ohne offensichtliche Gründe auszuüben. Diese Individuen
fallen derartigen Zwangsvorstel-lungen zum Opfer, dass sie selbst
bereit sind, ihr Leben für ihre Sache aufzugeben. Die Mehrzahl derer,
die sich an Terrorakten beteiligen, sind oft willens- und gewissensschwach
und werden wie eine Schafherde durch Massenpsychologie beeinflusst.
Vernunft und Urteilsvermögen werden durch übertriebene und maßlose
Leidenschaft und eine Neigung zur Gewalt und Aggression ersetzt.
Solche Leute werden leicht gereizt, sind intolerant und kennen keine
Grenzen und Gesetze.
Der Irrtum dieser Massenpsychologie wird im Quran offenbart, wo
es heißt, dass der Mensch entsprechend seines Willens und seiner
Intelligenz handeln muss:
Trachte nicht nach dem, wovon du kein Wissen hast.
Gewiss wird Rechenschaft gefordert für all die Fähigkeiten - das
Hören, das Sehen und die des Herzens (Willenskraft) (Sure 17:36
- al-Isra)
Eine der Quellen des Terrorismus: Der 'Dritte Welt'-
Fanatismus
Diese Beispiele aus der Geschichte mögen zu einem besseren Verständnis
des Phänomens, des sogenannten 'islamischen Terrors' beitragen,
der heutzutage an erster Stelle der internationalen Tagesordnung
steht. Das rührt daher, dass die, die ihre Terrorakte ausführen,
im Namen des Islams auftreten, obwohl sie und diejenigen, die solche
Taten unterstützen, nur eine unbedeutende Minderheit in der Welt
des Islams darstellen und eben für jenen 'Beduinencharakter' stellvertretend
sind, und nicht für den eigentlichen Islam. In ihrem Unverständnis
des Wesens des Islams, der eine Religion des Friedens und der Gerechtigkeit
ist, missbrauchen sie ihn als eine Plattform ihrer Barbarei, was
andererseits lediglich ein Resultat ihrer sozio-ökonomischen und
kulturellen Herkunft ist. Der Ursprung dieser Barbarei, die man
sehr wohl als 'Fanatismus der Unterentwicklung' oder 'Dritter Welt
Fanatismus' bezeichnen könnte, ist die geistige und intellektuelle
Umnachtung von Menschen, die keine Liebe für ihre Mitmenschen, noch
von ihren Mitmenschen kennen.
Es ist eine Tatsache, dass die Muslime überall in der islamischen
Welt während der vergangenen Jahrhunderte von westlichen Mächten
und ihren Verbündeten Unterdrückung und Gewalttätigkeit ausgesetzt
waren. Die kolonialistischen europäischen Staaten, von denen eingesetzte
faschistische Regime oder vom Westen unterstützte Kolonialisten
(wie z.B. Israel) verursachten den Muslimen insgesamt großes Leid.
Für die Muslime jedoch ist dies eine Situation, die sie entsprechend
den quranischen Richtlinien angehen, und darauf reagieren müssen.
In keinem Teil des Quran befiehlt Allah den Gläubigen, auf Gewalttätigkeit
mit Gewalttätigkeit zu reagieren. Im Gegenteil, Allah befiehlt den
Muslimen, 'auf Übles mit Gutem' zu reagieren:
Eine gute Handlung und eine üble gleichen sich
bestimmt nicht. Weise das Üble mit etwas Besserem zurück, so wird
derjenige, zwischen dem und dir Feindschaft bestand, wie ein inniger
Freund werden. (Sure 41:34 - Fussilat)
Es ist zweifellos ein legitimes Recht der Muslime, sich gegen Grausamkeit
zu wehren. Jedoch sollten derartige Reaktionen nie in blinden Hass
und ungerechte Feindseligkeit ausarten. Dagegen warnt Allah im folgenden
Vers: '... und lasst euch nicht vom Hass gegen
die Leute, die euch den Zugang zur geheiligten Moschee verwehren
wollten zu Übertretungen hinreißen. Unterstützt euch gegenseitig
in Rechtschaffenheit und Gottesfurcht und ermutigt einander nicht
zur Sünde und Feindschaft und fürchtet Allah; Allah ist gewiss streng
im Vergelten.' (Sure 5:2 - al-Ma'ida).
Infolgedessen ist es keinesfalls mit dem Islam vereinbar, Terrorakte
gegen unschuldige Leute anderer Nationen auszuüben, unter dem Vorwand,
die unterdrückten Nationen der Welt zu vertreten.
Ein weiterer Punkt, der hier erwähnt werden muss, ist, dass nicht
die gesamte westliche Welt für die vorher erwähnte Unterdrückung
und Gewalttätigkeit gegen die Muslime verantwortlich gemacht werden
kann. In Wirklichkeit sind es die materialistisch-atheistischen
Philosophien und Ideologien, die im 19. Jahrhundert vorherrschten,
die für diese bedauerlichen Zustände verantwortlich sind. Der europäische
Kolonialismus war keine Ausgeburt des Christentums. Im Gegenteil,
es waren anti-religiöse Bewegungen, die die Werte des Christentums
leugneten, welche zum Kolonialismus führten. Die Wurzeln der größten
Brutalitäten des 19. Jahrhunderts liegen in der sozial-darwinistische
Ideologie. In der heutigen westlichen Welt gibt es neben einer Kultur,
die generell von friedfertigen Elementen beherrscht wird, welche
in der christlichen Moral verwurzelt sind, immer noch grausame,
böswillige und negative Einflüsse. In Wirklichkeit besteht der Hauptkonflikt
nicht zwischen dem Westen und dem Islam. Entgegen einer weitverbreiteten
Auffassung besteht dieser Konflikt zwischen den religiös gesinnten
Menschen des Westens und der muslimischen Welt einerseits, und den
religionsfeindlichen Menschen (wie Materialisten, Atheisten, Darwinisten
usw.) andererseits.
Ein weiterer Hinweis darauf, dass der 'Dritte Welt Fanatismus'
nichts mit Islam zu tun hat, ist, dass diese Art des Fanatismus
bis vor Kurzem mit der kommunistischen Ideologie assoziiert wurde.
Wie bekannt, wurden ähnliche anti-westliche Terroranschläge in den
60er und 70er Jahren von, von den Sowjets unterstützten, kommunistischen
Organisationen durchgeführt. Da der Einfluss der kommunistischen
Ideologie an Momentum verlor, haben einige der sozialen Strukturen,
die kommunistische Organisationen hervorgebracht hatten, ihre Aufmerksamkeit
dem Islam zugewandt. Diese 'Brutalität, die unter dem Deckmantel
der Religion vorgebracht wird' und die durch die Einverleibung einiger
islamischer Konzepte und Symbole in die ehemals kommunistische Rhetorik
formuliert wird, steht den moralischen Werten, die das Wesentliche
des Islams bilden, völlig entgegen.
Letztlich sei zu diesem Thema noch bemerkt, dass der Islam nicht
einer bestimmten Nation oder geographischen Region eigen ist. Entgegen
der im Westen vorherrschenden Auffassung ist der Islam nicht eine
'östliche Kultur'. Der Islam ist die letzte, der Menschheit offenbarte
Religion, als eine Wegweisung zu einer aufrichtigen Lebenstransaktion,
die sich der gesamten Menschheit empfiehlt. Die Muslime sind dafür
verantwortlich, die wahre Religion, an die sie glauben, allen Menschen
aller Nationen und Kulturen mitzuteilen und sie dem Islam näher
zu bringen.
Folglich ist das einzigartige Gegenmittel gegen Menschen und Gruppen,
die im Namen des Islams Terror ausüben oder unterdrückende Regime
bilden und diese Welt zu einem schrecklichen Lebensraum machen,
anstatt sie zu verschönern, die wahre Natur des Islam zu enthüllen
und zu verbreiten, damit die Massen ihn verstehen und ihm entsprechend
leben können.
|
Eine der Methoden des Terrorismus ist Furcht und Panik in
der Gesellschaft zu verbreiten
Eines der Hauptmerkmale des Terrorismus ist, dass er seine
Angriffsziele aufs Geratewohl auswählt. Die Tatsache, dass
er dabei keine gezielte Auswahl trifft ist einer der hauptsächlichsten
Gründe für die Verbreitung von Furcht, da sich niemand sicher
fühlen kann. Wenn die Menschen wissen, dass sie ohne irgendwelche
Gründe mögliche Ziele sind, kann sich niemand vor den Terroristen
sicher fühlen. Es gibt nichts, was ein potentielles Opfer
zu seinem Schutz unternehmen kann, da die Terroristen entsprechend
ihrer eigenen Grundsätze zu einem Zeitpunkt und an einem Ort
ihrer eigenen Wahl handeln. Daher sind Terroranschläge in
der Gesellschaft sporadisch und unvorhersehbar.

Terrororganisationen wählen ihre Ziele
spontan, was bedeutet, dass unschuldige und wehrlose Individuen
getötet oder verwundet werden. Ein typisches Beispiel dafür
war der, am 20. März 1995 verübte Nervengasanschlag in der
U-Bahn von Tokyo.
|
Der Irrtum des Radikalismus
Zusammen mit dem Konzept des Terrors müssen wir auch das Phänomen
des Radikalismus überprüfen.
Radikalismus bedeutet, plötzliche, revolutionäre destruktive Änderungen
in irgend einem Bereich zu unterstützen, und zum Erzielen derselben
eine strikte und kompromisslose Handlungsweise zu verfolgen. Radikale
zeichnen sich durch ihre Begierde nach revolutionären Änderungen
und ihre unbeugsame und manchmal aggressive Haltung aus.
Wie in jedem anderen Lebensbereich ist für die Muslime auch hier
der Quran richtungsweisend. Wenn wir den Radikalismus im Licht des
Qurans betrachten, sehen wir, dass er nichts mit dem Verhaltensmodell
gemein hat, dem zu folgen, Allah den Muslimen geboten hat. Wenn
Allah den Gläubigen im Quran beschreibt, stellt Er ihn als einen
sanftmütigen Menschen dar, der Konflikte und Auseinandersetzungen
meidet und selbst den feindseligsten Menschen mit Wärme und Freundlichkeit
begegnet.
Ein Beispiel, dass uns in dieser Hinsicht anleitet, ist der Befehl
Allahs an Seine Propheten Moses und Aaron, zum Pharao zu gehen und
ihn in freundlichem Ton anzusprechen:
Geht beide zu Pharao; denn er ist aufsässig geworden.
So sprecht ihn mit milden Worten an, damit er sich besinne oder
gottesfürchtig werde. (Sure 20:43, 44 - Ta Ha)
Sicherlich gebietet euch Allah das,
was euch in Treuhand anvertraut wurde, an seine Besitzer zurückzugeben,
und wenn ihr zwischen den Menschen richtet, mit Gerechtigkeit
zu richten. Gewiss ist es eine Gunst Allahs, euch dazu zu
ermahnen! Zweifellos hört Allah alles und sieht alles. (Sure
4:58 - an-Nisa)
|
Pharao war einer der grausamsten und rebellischsten Gottesleugner
seiner Zeit. Er war ein Diktator, der Gott verneinte, Götzendienst
betrieb und für sich selbst Göttlichkeit beanspruchte; zudem unterdrückte
er die Gläubigen (die Israeliten zu jener Zeit) und beging an ihnen
schreckliche Grausamkeiten und Mord. Allah jedoch befahl Seinen
Propheten, zu solch einem feindseligen Mann zu gehen und freundlich
mit ihm zu sprechen.
Man beachte, dass die Verhaltensweise, die Allah aufzeigte, die
des freundliche n Dialogs war und nicht die des Streitgesprächs,
in der Konflikte mit scharfen Worten, ärgerlichen Parolen und erhitzten
Protestbekundungen ausgehandelt werden.
Es gibt noch einige andere Beispiele im Dialog zwischen dem Propheten
Schuaib und den Leugnern, die den Muslimen zeigen wie sie sich zu
verhalten haben. Die Anrede Schuaibs wird im Quran so geschildert:
Und nach Madijan (entsandten Wir) ihren Bruder
Schuaib. Er sagte: 'Mein Volk, betet Allah an! Es gibt keinen Gott
außer Ihm, der über euch wacht.
Mindert nicht die Maße und Gewichte. Ich sehe gewiss,
dass ihr im Wohlstand lebt, doch ebenso fürchte ich, dass die Strafe
eines umfassenden Tages über euch kommen mag. Und mein Volk, gebt
volles Maß und Gewicht in Gerechtigkeit, verringert den Menschen
nicht, was ihnen zusteht und trachtet nicht danach auf der Erde
Korruption zu stiften.
Was Allah euch überlässt, ist das beste für euch,
wenn ihr nur glaubt, doch ich bin nicht als Wächter über euch gesetzt.'
Sie sagten: 'Ist es Teil deines Gottesdiensts,
Schuaib, dass du uns gebietest, das zu verlassen, was unsere Ahnen
angebetet haben, oder uns verwehrst mit unserem Eigentum so zu verfügen
wie es uns beliebt? Du bist doch gewiss ein toleranter, vernünftiger
Mensch.
Er sagte: 'Mein Volk, könnt ihr nicht sehen, dass
ich ein deutliches Zeichen von meinem Herrn habe und Er Selbst mich
mit Gutem versorgt? Und was ich euch zu tun verwehre, tue ich nicht
um euch zu widerstreben; ich möchte nur Läuterung erzielen soweit
ich dazu in der Lage bin, und mein Erfolg ist alleine in Allahs
Hand; auf Ihn vertraue ich und an Ihn wende ich mich. (Sure 11:84-88
- Hud)
Wenn wir die Worte des Propheten Schuaib genauer betrachten, sehen
wir, dass er das Volk zum Glauben an Gott und zu hohen moralischen
Prinzipien aufrief, und das in freundlicher und bescheidener Weise
tat. Wir können die Gründe für einige, der in den Versen gemachten
Aussagen, so erläutern:
'... doch ich bin nicht als Wächter über euch gesetzt.' : Mit
diesen Worten gibt er den Menschen zu bedeuten, dass er sie nicht
dominieren möchte, und dass seine einzige Absicht ist, ihnen die
Wahrheiten mitzuteilen, die Gott ihm offenbart hat.
'... Du bist doch gewiss ein toleranter, vernünftiger Mensch.'
Diese Anrede der Ungläubigen an Schuaib weist auf sein freundliches,
sanftes und höfliches Temperament hin und darauf, dass die Ungläubigen
dieses auch anerkannten.
'Mein Volk, könnt ihr nicht sehen...?' : Die Ausdrucksweise, die
Schuaib hier verwendet zeigt, dass er die Ungläubigen auffordert,
ihre Intelligenz und ihr Gewissen zu benutzen. Das heißt, er setzt
sie nicht unter autoritären Druck, sondern stellt ihre Ideen von
einem gegenüberliegenden Standpunkt aus in Frage und fordert sie
zur Besinnung auf, indem er ihnen ermöglicht in Gewissensfreiheit
ihre eigenen Entscheidungen zu treffen.
o 'Und was ich euch zu tun verwehre, tue ich nicht, um euch zu
widerstreben.' Das Verwehren von Seiten Schuaibs ist hier kein eigentliches
Verbot. Er erklärt, dass einige Verhaltensweisen sündhaft sind,
und fordert die Menschen auf, diese aufzugeben, und außerdem, indem
er. sagt '... tue ich nicht um euch zu widerstreben', betont er,
dass sein Zweck nicht die Auseinandersetzung ist; er möchte den
Leuten keine Schwierigkeiten machen oder einen Streit anzetteln,
sondern er möchte sie nur zum Glauben und zu einer moralischen Lebensweise
einladen.
Wenn man den Quran näher untersucht, findet man, dass allen Propheten
eine freundliche, sanftmütige und tolerante Natur zu eigen war.
Allah beschreibt Abraham im Quran als '...überaus
demütig und sanftmütig'. (Sure 9:114 - at-Tauba) In einem
anderen Vers wird die Natur des Propheten Muhammad folgendermaßen
beschrieben:
Und auf Grund von Allahs großer Gnade warst du
freundlich zu ihnen, und wärest du abweisend und hartherzig gewesen,
hätten sie dich gewiss verlassen. Sei deshalb nachsichtig mit ihnen
und bitte für sie um Vergebung und berate dich mit ihnen in (weltlichen)
Angelegenheiten, und wenn du deine Entscheidung getroffen hast,
vertraue auf Allah; gewiss liebt Allah die, die ihr Vertrauen auf
Ihn setzen. (Sure 3:159 - Al-Imran)
Ein offensichtliches Merkmal des Radikalismus ist sein Zorn. Diese
Haltung tritt in den leidenschaftlichen Reden, Schriften und Demonstrationen
der Radikalen deutlich zu Tage. Der Zorn jedoch ist keine Charaktereigenschaft
der Muslime. Allah beschreibt die Gläubigen im Quran als: 'Diejenigen,
die spenden, ob es ihnen gut geht oder ob sie selbst bedürftig sind,
die ihren Zorn zügeln und Nachsicht gegen die Menschen üben - und
Allah liebt die, die Gutes tun.' (Sure 3:134 - Al-Imran)
Für Terroristen ist es eine 'Lebensweise',
Menschen zu töten oder Chaos und Verwüstung zu verursachen.
Für sie ist das Blutvergießen eine berechnete Handlung. Sie
können unschuldige und unbeteiligte Menschen erschießen, einen
Bombenanschlag auf Kinder verüben oder ein bewohntes Haus
oder Geschäftszentrum in die Luft sprengen, ohne irgendwelche
Gefühle von Mitleid oder Skrupel.
|
Es gibt keine Situation, in der ein Muslim seinem Zorn freien Lauf
lässt. Das einzige, was ein Muslim von den anderen Menschen will,
ist, dass sie an Allah glauben und entsprechend moralischer Grundsätze
leben, doch das ist nur durch Allahs Gnade möglich. Was immer wir
auch tun, oder wie sehr wir auch versuchen, den Menschen die Wahrheit
zu erklären, die Herzen der Menschen sind in Allahs Händen. In dem
unten erwähnten Vers erinnert Allah die Muslime an diese wichtige
Tatsache: '...Sind sich die, die glauben denn
nicht bewusst, dass Allah die gesamte Menschheit rechtleiten könnte
wenn Er es wollte.' (Sure 13:31 - ar-Ra'd)
Ein anderer Vers weist nachdrücklich auf die selbe Tatsache hin:
Und wenn dein Herr wollte, würden alle, die auf
der Erden leben, glauben. Willst du dann die Menschen zwingen, gläubig
zu werden? (Sure 10:99 - Junus)
Somit ist die Aufgabe eines Muslims, nur die Wahrheiten zu erklären
und die Menschen zu ermutigen, diese anzunehmen. Ob die Menschen
diese Einladung annehmen oder ablehnen, ist ausschließlich ihre
eigene Gewissensentscheidung. Allah offenbart diese Tatsache im
Quran, wo Er bestätigt, dass es keinen Zwang in der Religion gibt:
Es besteht kein Zwang in der Religion! Korrektes
Verhalten wurde nunmehr klar gegen Verirrung abgegrenzt, und wer
den satanischen Mächten absagt und an Allah glaubt, hat die sicherste
Handhabe ergriffen, die nie versagen kann. Sicherlich hört und weiß
Allah alles. (Sure 2:256 - al-Baqara)
Folglich können keine Zwangsmaßnahmen ergriffen werden um den Menschen
den Glauben aufzuzwingen, oder um die Muslime zur Verrichtung ihrer
religiösen Pflichten zu bewegen und sie von Sünden abzuhalten. Man
kann die Menschen lediglich ermahnen. In einigen Versen, die an
den Propheten gerichtet sind, offenbart Allah, dass die Muslime
keine Unterdrücker sind:
Wir wissen sehr wohl, was sie sagen, doch du bist
kein Zwangsvollstrecker für ihren Glauben. So ermahne die, die Meine
Verheißung fürchten, mit dem Quran. (Sure 50:45 - Qaf)
Sprich: 'Ihr Menschen! Die Wahrheit von eurem Herrn
hat euch nunmehr erreicht. Wer der Führung folgt, der folgt zu seinen
eigenen Nutzen und wer irregeht, verirrt sich zu seinem eigenen
Schaden. Und ich bin nicht euer Vormund.' (Sure 10:108 - Junus)
Die Muslime sind nur dafür verantwortlich, ihre Religion zu erklären,
sie üben auf niemanden Druck oder Zwang aus, und sind dazu angehalten,
selbst mit den anmaßendsten Leugnern auf freundliche Weise zu sprechen.
Solche Menschen können keine Radikalen sein, denn der Radikalismus
verkörpert das Gegenteil der aufgeführten Eigenschaften und Verhaltensweisen.
In der Tat, der Radikalismus ist eine anti-islamische Denkweise
und eine politische Haltung, die von außerhalb in die Welt des Islams
eingeführt wurde - ein Fremdkörper. Wenn wir die sozialen Phänomene
überprüfen, die als Radikalismus beschrieben werden, tritt zu Tage,
dass diese grundsätzlich ein Konglomerat von
Methoden und Äußerungen sind, die von den Kommunisten in der Vergangenheit
angewandt wurden, oder ein Ausdruck 'der erhitzten Leidenschaft
der Ignoranz' (Sure 48:26 - al-Fath) sind, die keinen Platz
im wahren Islam haben.
Alle Muslime müssen Zorn, Unnachgiebigkeit und Streitsucht total
zurückweisen, da diese der Natur des Quran entgegenstehen, und anstelle
davon eine freundliche, sanftmütige, tolerante, ruhige und einfühlende
Haltung annehmen. Die Muslime müssen ein Vorbild für die Welt sein,
und aufgrund ihrer geistigen Reife, Toleranz, Mäßigung, Bescheidenheit
und Friedfertigkeit bewundert werden. Die Muslime müssen den Islam
in der bestmöglichen Weise leben und seine Stellvertreter in der
Welt sein, nicht nur in bezug auf ihren Charakter, sondern auch
durch ihre Beiträge in den Bereichen der Wissenschaft, Kultur, Kunst,
Ästhetik und Sozialordnung und anderem mehr.
Den Islam den anderen nahezubringen und ihn gegen die Ideen zu
verteidigen, die ihm wesensfremd sind, sind in dem Vorgenannten
mit eingeschlossen. In dem nachfolgenden Vers offenbart Allah deutlich,
welche Haltung ein Muslim im Hinblick auf andere einnehmen muss:
Lade zum Weg deines Herrn mit Weisheit und ansprechender
Ermahnung ein und erwidere ihnen mit vorzüglicheren Argumenten.
Dein Herr weiß sicherlich am besten, wer von Seinem Weg abirrt und
Er weiß am besten wer die Rechtgeleiteten sind. (Sure 16:125 - an-Nahl)
Methoden und Psychologie des Terrorismus
Das Konzept des Terrors hat einen weiten Bedeutungsumfang im heutigen
Sprachgebrauch. Generell bezieht es sich auf bewaffnete Anschläge,
die von radikalen ideologischen Gruppen ausführt werden. Allgemein
bedeutet Terror Einschüchterung, doch diese Einschüchterung umfasst
einen ausgedehnten Zielbereich, einschließlich die gesamte Existenz
von Menschen, die dadurch einer ständigen Bedrohung und Furcht vor
Brutalität ausgesetzt sind. Terror beinhaltet eine intensive und
systematische Erpressung mit Bedrohung, die darauf abzielt, die
Menschen zu bestimmten Denk- und Handlungsweisen zu zwingen, wobei
alle Arten der Gewaltanwendung ausgeführt werden, um diese Angst
zu verursachen und aufrechtzuerhalten. In jedem Fall jedoch ist
das direkte oder indirekte Angriffsziel des Terrorismus die Bevölkerung
selbst.
Terroristische Organisationen bedienen sich des Terrors, um Unterstützung
zu erzwingen. Die Einschüchterung, die sie verwenden zielt darauf
ab, ihre Machtstellung zu stärken, und auf diese Weise die 'Unterstützung',
d.h. widerstandslose Passivität der Öffentlichkeit, oder eines Teils
der Bevölkerung zu erzielen.

Terroristen zielen darauf ab, den Menschen
körperlichen und psychologischen Schaden zuzufügen, um damit
ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Religiöse Ethik dagegen ist
dem Terrorismus entgegengesetzt, da sie darauf abzielt, Liebe,
W ohlbefinden, Mitgefühl, Freude und Hoffnung in der Gesellschaft
zu fördern. |
Das erste, woran man denkt, wenn von Terror die Rede ist, ist die
Art von Terror, die von links- oder rechtsradikalen politischen
oder sonstigen Extremistengruppen praktiziert wird, doch es gibt
auch eine Art des Terrors, den man hauptsächlich in den Ländern
der Dritten Welt vorfindet, wo er von diktatorischen Regimes ausgeführt
wird. In Wirklichkeit handelt es sich hierbei um nichts anderes
als eine Massenanwendung der selben Taktiken und Prinzipien, die
von Terroristen-gruppen angewandt werden. Ein Diktator oder ein
tyrannisches Machtkartell nutzt seine Macht nur zum eigenen Vorteil
aus, weswegen es zu unterschiedlichem gesellschaftlichen Widerstand
kommt. In dieser Situation bedient sich das diktatorische Regime
stets der selben Methode: um zu demonstrieren, dass es mächtiger
als die Opposition ist, greift es zu rücksichtsloser Gewalt und
Brutalität, um Furcht in d er Bevölkerung zu verbreiten und dadurch
seine eigene Macht zu festigen.
Terroristische Organisationen hingegen behaupten, entsprechend
ihrer jeweiligen Ideologien, dass ihr Ziel der Sturz einer jeweiligen
Regierung und deren Verwaltungsorgane ist, die sie als illegitim
und grausam betrachten, und dass sie auf diese Weise ihr Ziel erreichen,
d.h. eine glücklichere und gerechtere Lebensweise herbeiführen würden.
Dies jedoch ist kein realistisches Ziel. Im ersten Abschnitt der
Sure al-Baqara beschreibt Allah genau die Situation derjenigen,
die in dieser Weise argumentieren:
Und wenn ihnen geboten wird: 'Stiftet kein Unheil
auf der Erde!', so erwidern sie: ‚Wir sind doch die Rechtschaffenen.'
Sind es nicht eben jene, die Korruption säen, doch sie sind sich
dessen nicht bewusst. (Sure 2:11, 12 - al-Baqara)
Für Terroristen ist die Tötung von Menschen zu einer Lebensart
geworden. Sie mögen ohne Mitleid unschuldige Menschen erschießen
und Bomben unter Kinder werfen. Blutvergießen ist für sie eine Befriedigung.
Sie haben aufgehört, Menschen zu sein, und sind zu tollwütigen,
wilden Bestien geworden. Wenn irgend einer von ihnen die geringste
Regung von Mitgefühl zeigt, wird er als Feigling oder Verräter gebrandmarkt
und verachtet. Häufig benützen sie ihre Waffen gegeneinander und
unternehmen blutige 'Läuterungen' von internen Splittergruppen innerhalb
ihrer eigenen Organisationen.


Entsprechend der moralischen Lehre des
Quran ist es eine unermessliche Grausamkeit, eine unschuldige
und wehrlose Person zu ermorden. Allah verbietet Terrorakte
und verdammt diejenigen, die sie begehen.
|
Es ist offensichtlich, dass der Terrorismus nichts anders als eine
total satanische Institution des Blutvergießens ist, und wer diesen
Teufelskreis der Barbarei unterstützt, verteidigt ein satanisches
System. Wenn ein Terrorist religiöse Phrasen und Symbole benützt,
sollte sich niemand davon irreführen lassen. Terroristen, die sich
trügerisch unter dem Deckmantel einer Religion verbergen, sind doppelt
schuldig, sowohl für das Blut, das sie vergießen, wie für die antireligiöse
Propaganda, die sie fördern, indem sie diese Verbrechen im Namen
der Religion verüben.
|
Gewalttaten,eine der wichtigsten terroristischen
Propaganda Methoden
 Die
Terroristen betrachten Gewalttaten als Propaganda für ihre
Organisationen. Für sie dienen das Töten unschuldiger Leute,
Bankraub, Attentate, Entführungen und Bombenanschläge als
Werbung für ihren Kampf. Für einen Terroristen, der darauf
aus ist, Chaos herbeizuführen, ist die Werbewirkung, die eine
Gewalthandlung an einem einzigen Tag erzielt, weit größer
als das, was Millionen von Broschüren erreichen könnten. Diese
Idee ist weit entfernt von jeglicher Art menschlicher Gefühle,
wie Barmherzigkeit, Mitleid, Eintracht und Toleranz. Sie ist
den moralischen Lehren des Qurans völlig ferne und kann nur
in Gesellschaften Anklang finden, in denen atheistische Ideologien
vorherrschen. Aus diesem Grund liegt die einzig mögliche Rettung
der Menschheit von dieser umnachteten Denkweise in einer weitverbreiteten
Annahme der, im Quran dargelegten moralischen Lehre, als Leitfaden
für eine gesunde Lebensweise.

Terroristen betrachten ihre destruktiven
Anschläge als ein Propagandamittel; durch die Zerstörung von
Menschenleben und Eigentum erhoffen sie sich Schrecken und
Panik zu verbreiten und dadurch ihre Macht und ihren Einfluss
zu steigern.
|
Terror und Religion stehen in vollständigem Widerspruch zu einander.
Der Terrorismus begeht den Weg der Aggression, des Mordes, des Konflikts,
der Grausamkeit und des Elends, während all diese, entsprechend
des Qurans, Arten der Unterdrückung sind. Allah ermahnt zu Frieden,
Harmonie, Wohlwollen und Kompromiss. Er verbietet den Terror und
jegliche Handlung, die den Frieden gefährdet, und Er verdammt die,
die solche Taten durchführen.

... Seid euch Allahs Gegenwart bewusst.
Allah ist es sicherlich bekannt, was ihr tut.
(Sure 5:8 - al-Ma'ida)
|
Und diejenigen, die ihr Bündnis mit Allah brechen,
nachdem sie es eingegangen waren, und trennen, was Allah zu verbinden
gebot, und Unheil auf Erden anrichten, auf ihnen lastet ein Fluch
und eine üble Wohnstatt erwartet sie. (Sure 13:25 - ar-Ra'd)
Die grundlegende Eigenschaft des Terrors, die all diejenigen,
die von seiner Grausamkeit angesteckt sind, gemeinsam haben, ist,
dass ihnen Gottes-furcht und die Liebe Gottes völlig fremd sind.
Ihre Herzen sind verstockt und sie sind geistlich und seelisch krank.
Im Quran spricht Allah über den Charakter solcher Menschen:
Und folge nicht denen, die verachtenswert bereit
sind, jeden Eid zu leisten, dem Verleumder, der üble Gerüchte verbreiten,
dem, der das Gute verhindert und Unrecht und Frevel begeht, dem
Pöbel und Abschaum. (Sure 68:10-13 - al-Qalam)
Gott hat ungerechtfertigte Rebellion und Anschläge verboten. Im
Islam sind Handlungen, die heutzutage als 'Terror' und 'Anarchie'
bezeichnet werden, untersagt. Im Quran heißt es:
Sprich: 'Mein Herr hat lediglich Schändlichkeiten
verboten - ob öffentlich oder verborgen - sowie Sünde und Unrecht,
und dass ihr Allah Teilhaber zuschreibt, wozu euch keine Ermächtigung
gegeben wurde, und dass ihr über Allah Dinge sagt, wovon ihr kein
Wissen habt.' (Sure 7:33 - al-A'raf)
Und Allah lädt zur Wohnstätte des Friedens ein
und leitet, wen Er will, zu einem geraden Weg. (Sure 10:25 - Junus)

|